Rohkostbrot/-knäcke

Die rohköstliche Ernährungsweise ist ein eigenes Thema. Für manche die ultimative Ernährungsweise für viele aber undenkbar. Egal wie man es sieht hier ein Brot, das für jeden geeignet ist. Die Vorteile: es hält sehr lange (ähnlich wie Knäckebrot) und durch die schonende Zubereitung (nicht mehr als 42 Grad) bleiben die Nährstoffe besser erhalten. Außerdem liegt dieses Brot nicht schwer im Magen; es fühlt sich nach dem Verzehr viel leichter an als „normales“ Brot und man ist dennoch gesättigt.

Anders als herkömliches Brot wird dieses Rohkostbrot mit Keimlingsmehl „gebacken“. Was das ist!?!? Samen und/oder Getreide wird gekeimt und die Keimlinge anschließend zu Mehl verarbeitet. Das folgende Rezept ist mit einem gekauften Keimlingsmehl (gibt es bei d*m) entstanden. Wer das Rohkostbrot mit selbstgezogenen Keimlingen/Sprossen machen möchte liest die Anmerkung weiter unten.

Zutaten: 
– 250g Keimlingsmehl (gibt es bei d*m)
– 50g Leinsamen gemahlen/geschrotet (wer einen guten Mixer hat, kann die Samen auch mit dem Mixer mahlen)
– 2 Karotten
– 4EL Flohsamenschalen
– 1 EL Mohn
– 150g Wasser
– Salz
– 1 EL Limetten/Zitronensaft

Zubereitung:
Die trockenen Zutaten mischen. Die feuchten Zutaten im Mixer mit den Karotten zerkleinern, es soll eine breiige Masse entstehen. Alles zu einem Teig verkneten und mit dem Nudelwalker ausrollen. Wie dünn ihr den Teig ausrollt hängt davon ab, wie dick ihr euer Brot wollt. Für Knäckebrot natürlich recht dünn. Danach aus dem Teigstück gleich große Teigstücke mit dem Messer ausschneiden. Wer mag kann sie auch mit einem Keksausstecher ausstechen. Ist speziell für Kinder eine tolle Sache. Die Brotscheiben nun in den Dörrapparat legen und bei 42 Grad ca. 2-3 Stunden (richtet sich nach der Dicke) trocknen, anschließend die Scheiben umdrehen und nochmals für ca. 1 Stunde trocknen.

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Wir haben das Brot mit süßem und herzhaften Belag genossen. Einfach super lecker! Daumen hoch von meinen Minis.

 

Anmerkung:
Wer seine selbst gekeimten Sprossen verwenden möchte, der nimmt etwas mehr Keimlinge als Mehl im Rezept und reduziert entsprechend den Wasseranteil. Die Keimlinge mit den feuchten Zutaten(siehe Rezept) zu einer Masse pürieren. Die gemischten trockenen Zutaten (vom obigen Rezept) hinzufügen. Es soll ein knetfähiger Teig entstehen, also je nach dem Wasser zugeben. Die Menge variiert hier stark, je nach verwendeter Sprossenart/-menge. Aber so lange anschließend ein knetbarer Teig entsteht, ist dies kein Problem. Am besten knetet man das Wasser in kleinen Mengen hinzu und hört auf sobald die Konsistenz passt.

Wer aber ein richtiges Keimlingsmehls herstellen möchte, trockenet die Sprossen erst im Dörrapparat und mahlt sie anschließend fein. Dieses so gewonnene Mehl kann wie das obige gekaufte Mehl verwendet werden.

Sollte ein Interesse an einem Beitrag übers Keimen bestehen, dann lasst es mich wissen.

Wer lieber etwas gebackenes Brot möchte, dem empfehle ich das Roggenvollkornbrot, ein paar Frühstückssemmeln, Bananenbrot für die Süßen, Vollkorn-Kartoffel-Weckerl oder ein Low Carb-Weckerl.

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2 Gedanken zu „Rohkostbrot/-knäcke

  1. Danke für das tolle Rezept! Bin schon gespannt, wie es schmeckt. Ein Beitrag über das Keimen wäre super. Gerade jetzt, wo der Herbst vor der Türe steht wollen wir unserer wieder mit frischen Sprosse versorgen.

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